Perspektiven aus dem Rampe-Talk – Einblicke von Kurt Pelda und Svitlana Altherr

Ukraine Recovery Aid | 27 Aug. 2025

Perspektiven aus dem Rampe-Talk – Einblicke von Kurt Pelda und Svitlana Altherr

Am 11. September 2025 fand im Restaurant Rampe in Aarau ein aufschlussreiches Podiumsgespräch statt, bei dem Kriegsreporter Kurt Pelda und die in der Schweiz lebende Ukrainerin Svitlana Altherr ihre Perspektiven zur aktuellen Lage in der Ukraine teilten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Fabian Hägler, Chefredaktor der Aargauer Zeitung.
(Foto: Aargauer Zeitung)

Russlands wirtschaftliche Belastung und die Aussicht auf Frieden

Pelda, der seit Jahren als Kriegsreporter in der Ukraine tätig ist, äußerte eine überraschend hoffnungsvolle Einschätzung zur Kriegsentwicklung. Er betonte, dass Russland unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehe und möglicherweise gezwungen sein könnte, den Krieg zu beenden, wenn keine schnellen militärischen Erfolge erzielt werden. Pelda erklärte: „Wenn der Westen nicht zurückschießt, wird Putin den Krieg ausweiten.“

Die Rolle des Westens und die Gefahr einer Eskalation

Beide Diskussionsteilnehmer warnten vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts. Pelda hob hervor, dass ein zögerliches Handeln des Westens Russland ermutigen könnte, den Krieg auf andere europäische Länder auszudehnen. Er verglich die aktuelle Situation mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und betonte die Notwendigkeit, klare Grenzen gegenüber aggressiven Handlungen zu ziehen.

Die Bedeutung der ukrainischen Zivilgesellschaft

Svitlana Altherr, die sich aktiv für humanitäre Hilfe in der Ukraine engagiert, betonte die beeindruckende Resilienz der ukrainischen Bevölkerung. Sie hob hervor, dass trotz der schwierigen Umstände eine starke, selbstorganisierte Zivilgesellschaft existiert, die einen entscheidenden Beitrag zum Widerstand leistet.

Ein Appell für entschlossenes Handeln

Das Gespräch machte deutlich, wie dringend auf die aktuelle Situation reagiert werden muss. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Schweiz als neutrales Land ihre humanitäre Hilfe in der Ukraine vor Ort konsequent stärken und ausbauen sollte. Entschlossenes Handeln auf politischer und gesellschaftlicher Ebene ist notwendig, um den Weg für einen gerechten Frieden zu ebnen.

Weitere Informationen:
Zum Artikel der Aargauer Zeitung «Ukraine Krieg: Kurt Pelda und Svitlana Altherr im Gespräch»
Podiumsgespräch (Video & Podcast unter www.rampetalk.ch)